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Rezension: „Loveless“ – Alice Oseman

Allgemeine Informationen:
Titel: Loveless Autor/in: Alice Oseman ISBN:   978-3743212190 Verlag: Loewe Genre: Liebesroman Seitenzahl: 480 Preis: 14,95€

Klappentext:

Warten auf die große Liebe 
Georgia ist 18 und noch immer ungeküsst. 
Sie war noch nie verliebt, noch nicht einmal ein bisschen verknallt. Dabei schwärmt sie für alles, was so richtig schön romantisch ist: Hochzeiten, Liebesgeschichten und Happily-Ever-Afters. 
Der Richtige wird schon noch kommen, oder? 
Oder die Richtige? Irgendwann … 
Aber was, wenn nicht?  

Meine Meinung:

Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch eine Lücke in der zeitgenössischen Belletristik in Bezug auf Bücher, die während des Studiums spielen, noch deutlicher macht, vor allem in Bezug auf queere Bücher. Es gibt so viele queere Geschichten, die in der Highschool spielen, sowohl über das Coming-out als auch über die Entdeckung der eigenen Identität oder einfach über die Prüfungen des Queer-Seins in der Highschool, und das ist fantastisch, vor allem für die kommenden Generationen von queeren Kids. Aber jetzt hat das jeder schon so früh kapiert, und für viele Leute sind das College und die Universität oder die ersten Jahre des wahren Erwachsenseins die Zeit, in der wir diese Dinge über uns selbst lernen. Loveless hat mir schon allein deshalb gefallen, weil es diese Facette der Queer-Community beleuchtet, und ich wünsche mir mehr Geschichten wie diese.

Dieses Buch zeigt auch deutlich den Mangel an (positiven) asexuellen/aromantischen Medien in unserer Gesellschaft. Ich habe schon viele Nebenfiguren gesehen, sei es in der Fantasy oder in der Gegenwart, aber selten sehe ich eine Hauptfigur mit dieser Identität. Asexualität ist immer noch einer der am meisten missverstandenen Teile der queeren Gemeinschaft, wobei einige Leute behaupten, dass sie es nicht einmal „verdient, überhaupt queer genannt zu werden“ (was, ehrlich gesagt, totaler Blödsinn ist). Die verschiedenen Medien (Filme, Fernsehen, Bücher usw.) sind heutzutage so wichtig, um anderen zu helfen, Menschen zu verstehen, die anders sind als sie, und um sich selbst zu verstehen, dass Vielfalt und eine angemessene Darstellung in den Medien wichtiger denn je sind. Ich hoffe wirklich, dass Loveless der Beginn einer ganzen Welle von Werken ist, die auf Asexualität oder asexuellen Charakteren basieren.

Loveless ist eine fantastische, wunderschöne Geschichte über platonische Freundschaft und Selbstfindung. Es war auch eine herzzerreißende Geschichte darüber, wie man an die Universität geht und seine Familie und alles, was man kennt, zurücklässt, und darüber, dass die Beziehungen in der Highschool entweder halten oder nicht, und dass beides in Ordnung ist. Ich habe es geliebt, ich habe den Humor und die Charaktere geliebt und gesehen, wie sie sich entwickeln. Das andere Buch von Alice Oseman hatte mir schon gefallen, aber dieses hat mir noch besser gefallen, und ich kann es kaum erwarten, weitere Bücher von ihr zu lesen.

Fazit:

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Loewe Verlag zugeschickt bekommen habe – dankeschön dafür! Ich vertrete jedoch beim Bewerten stets meine eigene Meinung

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